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R. STEINBRUNNER GMBH, HOHENTENGEN

VORHABEN- UND ERSCHLIESSUNGSPLAN "BRUNNENWIESEN"

RECHTSFESTSETZUNGEN ZUM ENTWURF VOM 10.04.2001

 

Rechtsgrundlage dieses Vorhaben- und Erschließungsplanes sind:

Das Baugesetzbuch (BauGB) v. 27.08.1997 (BGBl. I,S.2141), die Baunutzungsverordnung (BauNVO) v. 23.01.1990 (BGBl I S. 132), die Planzeichenverordnung (PlanZVO) v. 18.12.1990 (BGBl. I S.833), die Landesbauordnung für Baden-Württemberg (LBO) v. 08.08.1995 GBl., S.617, geändert durch Gesetz vom 15. Dez. 1997 (GBl. S.521), das Wohnungsbau-Erleichterungsgesetz (WoBauErlG) vom 17.05.1990 (BGBl. I S.926) sowie die jeweiligen ergänzenden Rechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften.

Textliche Festsetzungen:

In Ergänzung zu den eingetragenen Planzeichen wird folgendes festgesetzt:

 

A.
Planungsrechtliche Festsetzungen
 
 
 
1.
Art der baulichen Nutzung (§ 9 (1) 1 BauGB und §§ 1-15 BauNVO
   
 
entsprechend Planeinschrieb-Nutzungsschablone sind festgesetzt:
   
 
1.1
WA – Allgemeines Wohngebiet (§ 4 BauNVO)
   
 

Ausnahmen gem. § 4 Abs. 3 BauNVO sind nicht Bestandteil des Bebauungsplanes und damit nicht zulässig (§ 1 (6) 1 BauNVO).

Ebenfalls nicht zulässig sind Schank- und Speisewirtschaften (§ 1 (5) BauNVO).

 

2.
Maß der baulichen Nutzung (§ 9 (1) 1 BauGB und §§ 16-21a BauNVO)
 
 
Entsprechend Planeinschrieb-Nutzungsschablone sind festgesetzt:
 
Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl, Traufhöhe, Firsthöhe.
 
Die Traufhöhe wird an dem Schnittpunkt der Außenwand mit der äußeren Dachhaut gemessen.
 
 
Die max. Trauf- und Firsthöhen werden wie folgt festgesetzt:
   
  Traufhöhe 7,00 m
  Firsthöhe  9,90 m
   
 
jeweils gemessen von der festgelegten mittleren Geländeoberfläche. Die zulässige Traufhöhe muss auf min. 2/3 der jeweiligen Gebäudeseite eingehalten werden.
 

 

3.
Bauweise (§ 9 (1) 2 BauGB und § 22 BauNVO)
   
 
Entsprechend Planeinschrieb-Nutzungssschablone sind festgesetzt:
 
- offene Bauweise

 

4.
Überbaubare Grundstücksflächen (§ 9 (1) 2 BauGB und § 23 BauNVO)
 
 
Die überbaubare Grundstücksfläche wird durch die im Plan dargestellten Baugrenzen festgelegt:
 
 
Ausnahmsweise können die Baugrenzen für die Errichtung von Tiefgaragen unterirdisch überschritten werden. Im übrigen sind auf der nicht überbaubaren Grundstücksfläche Stellplätze und Garagen allgemein zulässig.

 

5.
Pflanzengebot und Baumarten (§ 9 (1) 25 BauGB
 
5.1
Erhaltung von Bäumen
 
 
Die im Planbereich vorhandenen Bäume sind zu erhalten. Muss der Baum durch bauliche Maßnahmen beseitigt werden, so muss an der Stelle ein Obstbaum-Hochstamm gepflanzt werden. In jeder Phase der Baudurchführung sind die zu erhaltenden Bäume vor schädigenden Einflüssen zu bewahren.
 
5.2
Einzelbäume entlang des öffentlichen Verkehrsraumes oder der privaten Flächen
 
 
An den im Plan festgesetzten Standorten im öffentlichen und privaten Bereich sind standortgerechte Laubbäume zu pflanzen und dauerhaft zu unterhalten (vgl. Liste 5.4). Abweichungen vom festgesetzten Standort sind bis zu 4 m zulässig.
 
5.3
Pflanzgebot von Bäumen
 
 
Pro neu parzelliertem Grundstück ist mind. 1 Obstbaum-Hochstamm zu pflanzen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Baumgrundstücke, auf denen bereits Obstbäume durch Pflanzgebot festgesetzt sind.

 

5.4
Folgende Bauarten werden empfohlen:
 
     
 
Heimische Obstarten und –sorten als Hochstamm, z.B.
 
     
 
Kirsche
 
 
Apfel
 
 
Birne
 
 
Walnuss
 
     
 
Außerdem:              
 
 
Acer campestre
Feldahorn
 
Acer platanoides
Spitzahorn
 
(´Emerald Queen`)      
 
 
Aesculus hippoc.   
Kastanie
 
Betula verrucosa   
Sandbirke
 
Carpinus betulus      
Hainbuche
 
Crataegus leavig.     
Rotdorn
 
`Paul´s Scarlett`
 
 
Prunus padus        
  Traubenkirsche
 
Prunus avium      
Vogelkirsche
 
Quercus robur      
Stieleiche
 
(`Fastigiata`)
 
 
Quercus petraea  
Traubeneiche
 
Sorbus (Eberesche) in Arten und Sorten
 
 
Tilia cordata bzw.
Winter- oder
 
Platyphyllos
Sommerlinde
     
 
Sträucher:
 
 
Cornus mas
Kornelkirsche
 
Cornus sanguinea      
Bluthartriegel
 
Corlylus avellana
Hasel
 
Crataegus menogyna
Weißdorn
 
Eunomymus europaeus
Pfaffenhütchen
 
Ligustrum vulgare  
Liguster
 
Lonicere xylosteum
Heckenkirsche
 
Rosa canina in Sorten
Hundsrose
 
Rosa rubigiosa in Sorten
Weinrose
 
Rosa rugosa in Sorten
Apfelrose
 
Salix caprea
Salweide
 
Syringa vulgaris
Wildflieder
 
Viburnum opulus
Gemeiner   Schneeball
     
 
Immergrüne Arten:
 
 
Buxus sempervirus
Buchs
 
Euonymus fortunei  
Kriechspindel
 
Hedera helix
Efeu
 
Lomicera pileata  
Böschungsmyrte
 
Pinus in Arten
Kiefer
 
Prunus lauro. In Sorten
Lorbeerkirsche
 
Taxus baccata
Eibe
 
 

 

5.5
Vorgärten
   
 
Von den nicht überbauten Grundstücksflächen müssen die Vorgärten gärtnerisch angelegt und unterhalten werden.
   

 

 

 

B. BAUORDNUNGSRECHTLICHE FESTSETZUNGEN (§ 73 LBO)

1.
Dachform, -neigung, -aufbauten
   
Als Dacheindeckung ist Ziegeldeckung festgesetzt.
Zulässig sind Dächer mit einer Neigung von 20° bis 40°.
   
1.1
Abweichungen von der Dachneigung können zugelassen werden für:
   
untergeordnete Dächer, z.B. Dachgaupen, Abwalmungen, Zwerchgiebel und Garagen
im übrigen gilt die Dachgaupensatzung der Stadt Stühlingen
   
1.2
Dachform Garagen
   
Garagen sind entweder mit geneigten Dächern zu erstellen oder mit Flachdächern, die begrünt werden müssen. Nebeneinander liegende Garagen sind in ihrer Gestaltung und der Ausbildung ihrer Dächer zusammenzufassen.
   
2.
Oberflächen
   
Die Erschließungsstraße erhält eine bituminöse Oberfläche.
Der Oberflächenbelag privater Erschließungswege ist aus wassergebundenen Decken, Naturstein-, Klinker und Betonsteinpflaster oder –platten herzustellen und einheitlich zu gestalten. Bituminöse Oberflächen sind außer der Erschließungsstraßen nicht zulässig.
   
3.
Einfriedigungen
   
3.1
Einfriedigungen sind dem Geländeverlauf und den zusammen-hängenden Grünflächen entsprechend anzupassen. Heimische Hecken und Gehölze sind zu bevorzugen. Einfriedigungen zur Straße mit mit einer Höhe von max. 0,70 m über Fahrbahnkante zugelassen.
3.2
Massive Einfriedigungen und Sockel höher als 0,50 m über natürlichem Gelände sind nicht gestattet.
3.3
Im Bereich der Sichtdreiecke an der Hallauer Straße ist eine Bepflanzung von max. 0,70 m zugelassen.
   
4.
Aufschüttungen und Abgrabungen
   
Aufschüttungen und Abgrabungen von mehr als 1,00 m Höhenunterschied sind bezogen auf die mittlere Straßenhöhe genehmigungspflichtig.
   
5.
Regenwasserableitung
   
Die Ableitung von Regenwasser erfolgt über Zisternen mit min. 4 m³ Inhalt pro Hausgrundstück an den Mischwasserkanal
   
   
C.
Hinweise
   
Dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan sind als Bestandteil des Lageplanes Geländeschnitte beigefügt, aus denen das vorhandene und das geplante Gelände sowie die Straßen- und Kanalhöhen hervorgehen.